Über mich

Meine reiterliche Laufbahn begann in frühster Kindheit. Kein Weg führte an den Pferden vorbei. Diese Wesen zogen mich magisch an. Zu meinem Glück
konnte ich auch meine Mutter für dieses Hobby begeistern und so durchliefen wir gemeinsam eine Reihe von Stationen, welche uns schließlich auf den Weg der klassischen Reitweise führten. Ein großes
Glück und eine spannende, sowie prägende Zeit hatte begonnen.
Mein Weg zur klassischen Reitkunst
Im Jahre 1999 fand ich meinen Lehrer und Mentor Ralf Schmitzer, welcher sich zu dieser Zeit gerade im Wandel befand und der Sportreiterei den Rücken
kehrte. Er stellte alles bis dorthin Erreichte und Praktizierte in Frage. Mich faszinierte die „andere Arbeitseinstellung“: Dem Pferd zu mehr Natürlichkeit unter dem Reiter zu verhelfen, ohne dabei
Zwang oder Druck auszuüben, seine Gesundheit zu bewahren, und es psychisch zu stärken. Die Natur des Pferdes in seiner Gesamtheit zu sehen und dafür Sorge zu tragen, dass dieser Anmut beim Reiten
nicht verloren geht, konnte der einzige Weg zu Harmonie und gegenseitigem Verständnis sein.
Ralf Schmitzer, selbst langjähriger Schüler bei Marc de Broissia,
wies mich mit viel Geduld und Engagement in die Kunst der klassischen Reitweise ein und begeisterte mich für mein privates Studium der alten Reitmeister und deren
Reitlehren.
Über einen Zeitraum von 7 Jahren erfuhr ich eine grundlegende individuelle Förderung. In dieser Zeit wuchs nicht nur mein reiterliches Können, sondern auch mein Wissen
und Verständnis für die unterschiedlichsten Pferdetypen und Rassen, mit welchen ich in Berührung kam. Noch während meiner Schulzeit konzentrierte ich mich in vollem Masse auf meine reiterliche
Ausbildung und die Ausbildung der mir anvertrauten Pferde. Begleitet wurde der praktische Unterricht durch theoretische Kurse und auch Unterrichtsstunden von Marc de Broissia – einer der wenigen
Reitmeister unserer heutigen Zeit.
Die tägliche Arbeit mit den Pferden wurde durch Bodenarbeit und Vertrauen fördernde Lektionen aus dem Bereich der Zirzensik ergänzt, was meinen Erfahrungsschatz auch in dieser
Arbeitsweise bereicherte.
Mein Weg in die Ostschweiz
Wie das Schicksal es aber wollte, zog mich die menschliche Liebe in die Ostschweiz. Was ich mitnahm war die Liebe zu den Pferden und einen großen Schatz an Wissen und Erkenntnissen, welche ich
hier gerne weiter gebe. Nach wie vor studiere ich jedes Pferd, mit dem ich arbeite und besuche Ralf Schmitzer in Deutschland, so oft es die Zeit erlaubt. Des Weiteren bilde ich mich auf Seminaren und
Kursen weiter. Es gibt immer Neues zu entdecken und der gesunde Menschenverstand fügt die Fragmente wie ein Puzzle zusammen. Ich unterrichte nicht "nach" einer bestimmten Reitlehre, sondern versuche
aus allen Einflüssen, das Logische und Sinnvolle zu entnehmen. Dies verhindert, dass man schematisch und starr nach Regeln vorgeht. Ich sehe jedes Pferd als Individuum und möchte es auch als ein
Solches behandeln. Dies ermöglicht, ein Leben lang zu lernen - denn nur auf der ständigen Suche nach der Wahrheit kommt man dieser am nächsten!
